Begehungsstile
Prinzipiell ist es jedem selbst überlassen, zu entscheiden, unter welchen Voraussetzungen er eine Route für sich als geschafft oder geklettert bezeichnet. Sobald jedoch die Leistungen verschiedener Kletterer verglichen werden sollen, ist eine Unterscheidung in verschiedene Begehungsstile notwendig, da vor allem die psychischen, aber auch die körperlichen Anforderungen und die Anforderungen an die Motorik der unterschiedlichen Stile teilweise deutlich voneinander abweichen.
Im Allgemeinen gilt eine Route als geklettert, wenn sie im Rotpunkt- oder einem schwierigeren Stil begangen wurde. Es hat sich deshalb eingebürgert, von einer Rotpunkt-Begehung auszugehen, wenn nicht explizit ein anderer Begehungsstil angegeben wird. Diese Praxis führt aber immer wieder zu Missverständnissen, da vor allem Neulinge, die mit den Unterschieden der Stile und Sicherungsarten noch nicht vertraut sind, dazu neigen, eine in einem niedriger bewerteten Stil begangene Route ohne Angabe des Stils als geklettert anzugeben.
Die hier vorgestellten Stile sind weltweit bekannt und Begehungen in diesen Stilen werden allgemein als vollwertige Begehungen akzeptiert.
Die Bezeichnungen On Sight und Flash findet man in derselben Bedeutung auch beim Bouldern. Eine Begehung nach mehreren Versuchen, wie sie einer Rotpunkt-Begehung entsprechen würde, wird dort nicht näher bezeichnet, da die von Rotpunkt gestellten Bedingungen beim Bouldern bereits den Bedingungen des Freikletterns entsprechen.
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