Bigwall-Klettern
Das Bigwall-Klettern ist das Beklettern sehr hoher Felswände wie z. B. denen im Yosemite Valley in den USA, im Nationalpark Paklenica in Kroatien, in Norwegen oder in Pakistan.
In der Regel ist das Bigwall-Klettern nur zum großen Teil technisch durchzuführen. Auch wenn die gestiegenen Leistungen der Spitzenkletterer dazu geführt haben, dass einige der ehemaligen Techno-Linien im Yosemite mittlerweile frei geklettert werden konnten, so ist aufgrund der Kompaktheit des Felses - meistens Granit - die freie Begehung für die meisten Aspiranten eine Utopie. Da das technische Klettern sehr viel zeitaufwändiger als eine freie Begehung ist und zudem eine Unmenge an Material erfordert, kann es erforderlich sein, Lebensmittel und Übernachtungsmaterial mitzunehmen, um in der Wand übernachten zu können.
Das Bigwall-Klettern entstand im Yosemite Valley (USA), wo zahlreiche sehr hohe Granitwände Biwaks erfordern und gleichzeitig der Fels hier extrem gleichmäßig senkrecht oder überhängend ist, so dass es für Biwaks keine geeigneten Felsvorsprünge oder Bänder gibt, im Gegensatz zum Beispiel zu den Alpen. Daher wurden so genannte portaledges entwickelt, gewissermaßen Zelte mit einem stabilen Untergestell, die an ihrer Spitze an einem Haken aufgehängt werden können. In diesen wird dann unter Umständen hunderte von Metern über dem Boden hängend geschlafen. Alle Vorräte, selbst Wasser für die gesamte Tour und die umfangreiche Kletterausrüstung werden mitgenommen und jeweils nach Klettern einer Seillänge in einem Sack nachgezogen.
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