Technisches Klettern
Technisches Klettern bezeichnet beim Bergsteigen das Klettern an Felsen mit Hilfe von Haken, Seilen, Strickleitern etc., die zur Fortbewegung genutzt werden. Im Unterschied dazu werden diese Hilfsmittel beim Freiklettern ausschließlich zur Sicherung gegen Absturz eingesetzt.
In der einfachsten Form werden beim technischen Klettern die Sicherungshaken als Tritte oder Griffe benutzt. Bei zunehmender Schwierigkeit werden zusätzliche Felshaken geschlagen, an denen der Kletterer hängt oder an denen er sich mit einem Seil ein kleines Stück hochziehen kann.
Zusätzlich werden auch Strickleitern zum Stehen und Steigen eingesetzt. Damit kann sogar ein waagrechtes Dach überwunden werden, indem in einen Riss nacheinander eine Serie von Haken geschlagen wird, immer mit den Hakenköpfen nach unten, an denen hängend man sich langsam vorarbeitet. Gänzlich glatte Wandstücke ohne jeden Riss zum Einschlagen eines Hakens können beklettert werden, indem Löcher gebohrt und Haken eingedübelt, zementiert oder geklebt werden. All diese Techniken sind sehr langwierig und erfordern eine umfangreiche Ausrüstung. Lange Routen ab etwa 800 oder 1000 m Wandhöhe können meist nicht mehr in einem Tag geklettert werden, so dass in der Wand biwakiert werden muss.
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