Vorstieg

Bei Vorstiegen wird man vom Sicherungspartner von dem Punkt aus gesichert, an dem man mit dem Klettern nach oben oder seitlich beginnt. Somit wird von unten oder seitlich gesichert. In gewissen Abständen hängt man das Seil in Zwischensicherungen ein. Zwischensicherungen können entweder bereits vorhanden sein (Ringe, Haken) oder müssen vom Vorsteiger selber gelegt werden (Klemmkeile, Friends, Knotenschlingen). Im Falle eines Sturzes stürzt man dabei dann nur so weit unter die letzte Zwischensicherung, bis das Seil gestrafft ist.

Sturztiefe = Seildehnung + Schlappseil + 2 x (Abstand von der letzten Zwischensicherung zur Sturzstelle).

Die gefährlichste Situation ist damit prinzipiell dann gegeben, wenn noch keine Zwischensicherung eingehängt ist. Hier kann es zu Stürzen mit Bodenkontakt oder dem maximalen Sturzfaktor 2 kommen, falls man am Sichernden vorbei stürzen kann. Das "richtige Stürzen" kann durch Übung, also bewusstes stürzen in sicherem Gelände am besten unter professioneller Anleitung trainiert werden. Die dadurch zu erreichende Körperkontrolle vermindert die Gefahr sich während eines Sturzes zu verletzen erheblich.

Am harmlosesten sind Stürze im Vorstieg bei eingehängter Zwischensicherung in stark überhängenden Gelände, da man dort frei fällt und nirgends anschlägt. Doch muss auch hier das Stürzen gelernt sein, da der Stürzende sich durch die scheinbar geringe Verletzungsgefahr oft irritieren lässt und dadurch unkonzentrierter klettert/stürzt. Verletzungen wie ein Bruch der (Lenden-) Wirbelsäule sind oft die Folge. In sehr einfachem, gestuftem Gelände sollte man nach Möglichkeit gar nicht stürzen, da man Wand- oder Bodenkontakt bekommt, bevor das Seil gestrafft ist.

Dieser Text stammt aus der freien Enzyklopädie wikipedia.

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Klettern ist...

...eine nach oben oder unten gerichtete Fortbewegungsart, bei der der Mensch Hände und Füße benutzt, es handelt sich also um eine verschärfte, erschwerte Form des Steigens.

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